Trockeneisstrahlen als Reinigungsmethode sind nicht nur für die Industrie oder die Denkmalpflege geeignet. Auch bei ganz normalen Häusern, Eisenbahnwaggons, Brücken oder anderen Gebäuden oder Gegenständen können sie eingesetzt werden; beispielsweise, wenn Graffiti Künstler hier ihre Werke hinterlassen haben. Gerade in den großen Städten wird man bei einem Spaziergang viele komplette Kunstwerke und einzelne Schmierereien finden, die nicht nur wenig schön aussehen, sondern die Besitzer der besprühten Dinge auch zur Weißglut bringen.
Sicher bedenken die meist jugendlichen Sprayer nicht, dass die Trockeneisstrahlen, die zur Reinigung verwendet werden, die Hausbesitzer oder Behörden, wie etwa die Bahn, mit unnötigen Kosten belasten. Zwar ist die Säuberung durch Trockeneis im Vergleich zu anderen Methoden weitaus zeitsparender und meist auch kostengünstiger, als andere Arten der Reinigung; dennoch entstehen hier Kosten, die eigentlich nicht sein müssten. Respekt vor dem Eigentum anderer sollte zumindest in der Form vorhanden sein, dass man sich nicht am Besitz dieser Menschen vergreift, um die mehr oder minder tolle Kunst daran auszuleben.
Ist nun ein Eisenbahnwaggon oder die Wand eines Miethauses mit Graffities verunreinigt, kommen die Trockeneisstrahlen zum Einsatz. Hier wird gefrorenes Kohlendioxid in Form von Pellets auf die beschmutzen Oberflächen aufgebracht. Durch die Kälte des CO2 entsteht eine Spannung, die sich im Temperaturunterschied zwischen Trockeneis und zu behandelndem Material begründet. Alles Weitere wird durch das konstante Aufbringen des Reinigungsmittels erreicht. So löst sich auch die Farbe aus den Sprühdosen vom Objekt. Sicherlich muss beispielsweise ein Eisenbahnwaggon nach dieser Behandlung neu lackiert werden, doch, anders als beim Sandstrahlen, wird das Metall nicht aufgeraut, da keine reibenden Partikel für das Strahlen verwendet werden.
