Sich ein Haus zu kaufen, ist nicht unbedingt so einfach, wie beispielsweise ein neues Möbelstück auszuwählen, oder sich ein neues Auto zu bestellen. Das Haus hat jemand anders gebaut, folglich muss man entweder länger suchen, oder aber Abstriche an die eigenen Ansprüche machen. Man kann ja schlecht verlangen, dass jemand anders beim Bau seines Hauses die Vorgaben eines späteren Käufers schon bedenken kann. So ist es eigentlich schon ein Glücksgriff, ein Domizil zu finden, das nicht nur in der Lage, sondern auch in der Größe und Raumverteilung einigermaßen den Wünschen entspricht. Einmal ist das Haus groß genug, hat aber nicht die geeignete Raumaufteilung; das andere Mal liegt es in der gewünschten Stadt, aber nicht im gewollten Viertel. Es bedeutet also, eine längere Suche einzuplanen, wenn man sich ernsthaft dazu entschließt, ein Haus zu kaufen.
Es gibt viele Orte, an denen man Anzeigen für Immobilien, die zum Verkauf stehen, finden kann. Nicht nur die regelmäßigen Anzeigen in der Tageszeitung, sondern auch Annoncen in Immobilienzeitschriften können weiter helfen. Auch im Internet gibt es Kleinanzeigen; ein Forum, in dem Immobilienbesitzen Angebote veröffentlichen, und man selbst eine Suchanzeige aufgeben kann, ist ebenfalls eine gute Wahl. Man kann auch einen Makler beauftragen, dass sich dieser, ähnlich einer Detektei, auf die Suche nach einem geeigneten Objekt macht. Hier muss man zwar für die Dienste des Maklers einiges an Courtage zahlen, aber dafür spart man sich jegliche eigene Arbeit, die mit der Haussuche zu tun hat. Man muss, wenn man die Leistungen eines Maklerbüros beansprucht, keine Anzeigen verfassen und nicht selber suchen; das einzige, was zu tun bleibt, ist in Frage kommende Bauten anzusehen.
Es kann eine ganze Weile dauern, bis man letztendlich zuschlagen kann, weil man endlich ein passendes Haus gefunden hat, welches durch kleinere Umbauten dann auch zum Traumhaus werden kann. Ob man noch Renovierungen durchführen lassen oder selber in die Hand nehmen muss, liegt daran, wie das Haus zum Verkauf angeboten wurde. Ein Neubau, der aufgrund der Überschuldung des Bauherrn zum Verkauf steht, wird anders aussehen, als ein Haus aus den siebziger Jahren, welches verkauft wird, weil ein Erbe nach dem Tod des Erblassers nichts damit anzufangen weiß.
Ist der Vertrag unterschrieben und die Kaufsumme bezahlt, kann man endlich beginnen, nach Herzenslust umzubauen und letztendlich auch umzuziehen. Auch die Gestaltung des Gartens kann man nun endlich in Angriff nehmen. Sträucher des Vorbesitzers muss man ja nicht schön finden; stattdessen kann man eigene Rosenbeete, Rabatten, Steingärten und anderes anpflanzen.
